Ja, ich weiß, die Überschrift klingt vielleicht in diesem Thema etwas geschmackslos, aber nachdem letzten Freitag, ironischerweise einem 13., bekannt wurde, dass der ehemalige WWE Wrestler Lance Cade, der dort 3-facher World Tag Team Champion war, am Vortag gestorben ist, machte ich mir Gedanken. Lance Cade war gerade einmal 29 Jahre alt, als ihn letzte Woche der Tod traf. Ein erschreckendes Alter. 29 - mein Nachbar wird dieses Jahr 30. Ich will gar nicht daran denken, dass es ihn genauso treffen kann. Rein theoretisch kann es ja jeden treffen. Wie oft sieht man in den Nachrichten, dass Leute verschiedenen Alters sterben. Sei es nun Mord, Totschlag, plötzliche Herzattacke oder natürlicher Tod, obwohl letzteres eher bei älteren Menschen vorkommt.
Trotzdem. Man weiß von der Vergangenheit Lance Cade's. Er hatte Probleme mit Schmerzmitteln und Schlaftabletten. Was bei vielen Wrestlern der Fall ist, die so jung gestorben sind. Oder zumindest in den "Besten Jahren", so zwischen 25 und 39, sage ich jetzt mal pauschal.
Es sind schn viele Wrestler tot, die eigentlich noch gar nicht "alt" waren. Chris Kanyon beging am 02.04. dieses Jahres mit 40 jahren Selbstmord. Vielleicht mag er eine Ausnahme sein, weil er sowieso schon lange psychische Probleme und auch 2 Selbstmordversuche hinter sich hatte, aber woher kamen die Probleme?
Ende letzten Jahres starb der ehemalige WWE Intercontinental Champion Umaga, bürgerlich Edward Fatu, an einem Herzinfarkt. Zu den Zeitpunkt war er 36 Jahre alt. Etwa 3 Monate vorher wurde er von der WWE entlassen, weil er durch einen Drogentest gefallen war und sich weigerte, einen Entzug zu machen. Anfang diesen Jahres wurde seine Todesursache bekannt gegeben. Ich zitiere die CAGEMATCH.de Newsmeldung zu dem Thema: "an einer akuten Vergiftung, ausgelöst durch verschiedene Drogen. Genauer gesagt war die Kombination aus Painkillern, muskelentspannenden Mitteln und Anti-Depressiva, eingenommen in einer kurzen Zeitspanne, tödlich."
Die wohl bekanntesten Todesfälle werden wohl die von Eddie Guerrero (am 13.11.2005 im Alter von 38 an Herzversagen - völlig überraschend) und der von Chris Benoit (am 24.06.2007 im Alter von 40 Jahren - Selbstmord). Der Todesfall von Eddie Guerrero kam damals völlig überraschend und hatte gar nichts mit Drogen, Steroiden oder Schmerzmitteln zu tun. Eddie stand damals hoch im Kurs, man plante einen erneuten World Title Gewinn, ehe er von seinem Neffen Chavo tot in seinem, also Eddie's, Hotelzimmer gefunden wurde. Alle waren sehr mitgerissen von Eddie's Tod. Auch Chris Benoit, der einer seiner besten Freunde war.
Dessen Tod war ein gewaltiges Thema in den Medien. Er tötete erst seine Ehefrau, dann seinen 7-jährigen Sohn, angeblich mit einem Wrestlinggriff, der Gegner zum Aufgeben bringen soll. Danach erhängte er sich in seinem Trainingsraum, wenn ich mich richtig erinnere. Nachdem Obduktionsbericht seines Gehirns ergab, dass Benoit's Gehirn durch die vielen Gehirnerschütterungen, die er im Ring erlitt, dem eines 85-jährigen Alzheimerpatienten glich. Auch dort waren also keine Drogen oder sonstetwas im Spiel, auch wenn Benoit Schmerzmittel bekommen haben soll. Diese führten aber nicht zur Tat, womit ich mir eigentlich selber widerspreche. Aber trotzdem sieht man, dass viele Wrestler relativ jung sterben, sei es durch Drogen, zu vielen Schmerzmittel, Steroide, Depressionen, Ringverletzungen, die die psyche angreifen oder sonstiges. Und das ist einfach schade, zudem es dann eigentlich verdammt gute Wrestler trifft. Vielleicht sollte man sich mal überlegen, wie man soetwas verhindern kann. Die WWE hat schon die Wellness Policity, bei der man ohne Infos einfach mal auf Drogen und sonstiges getestet wird und bei einem positiven Test erst 30 Tage, beim zweiten Mal 60 Tage suspendiert wird, ehe man beim dritten Verstoß entlassen wird. Das ist schon ein gutes Konzept und mir ist auch klar, dass man die Wrestling-Ringe der Welt jetzt nicht mit Schaumstoff füllen kann, aber irgendwie muss man dagegen etwas tun.
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